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Mallorcas wilder Norden – Berge und kurzweilige Ruhe

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Wir hatten einen perfekten Segeltag von Ibiza nach Mallorca mit Rückenwind, Sonne und keiner Welle. Es war wirklich traumhaft, so haben wir uns Segeln vorgestellt. 🙂 Als wir in der gut geschützten Ankerbucht Santa Ponça ankamen trübte sich ein wenig die Stimmung. Wow, sind das viele Boote hier!

Nach einer unentspannten Gewitterstunde am nächsten Abend (unentspannt wegen unentspannten Ankernachbarn… muss ich erwähnen, dass es Deutsche waren? Haha…) verließen wir die überfüllte Bucht mitten in der Nacht und suchten uns mehr Platz in der nächsten Ankerbucht. Hier trafen wir uns spontan mit “Kleinwuchs-Freunden”, die ihren Urlaub gerade auf Mallorca verbringen. Es war mega schön! Einfaches unkompliziertes Treffen mit Freunden/Familie hatten wir uns vom Mittelmeer erhofft. 🙂 Als das Wetter am nächsten fürs die Nordküste Mallorcas Tag passte, verabschiedeten wir uns von der Marelia 2, die in Santa Ponça bleibt, und motorten in den Norden. Unter Seglern sagt man bekanntlich “Bis bald” und nicht “Tschüss”.

Badepause und die sichere Nordbucht bei Port Sóller

Den Norden Mallorcas kann man nicht häufig erkunden, da hier das Wetter wirklich passen muss. Es gibt nur einen sicheren Hafen und in ihr liegenden Ankerbucht bei nördlichen Wind. Auf dem Weg nach Port Sóller machten wir einen Badestopp im Punta de Sa Foradada. Eine markante Felsnase mit großem Loch ragt ins Meer hinein, die ein wenig Schutz bietet. SUP fahren, schnorcheln, Mittagessen. Danach machten wir uns zügig auf den Weg, denn fürs Abwettern in Port Sóller wollten wir einen guten Platz ergattern.

Port Sóller ist ein kleines Örtchen, das von Strand- und Yachturlaubern geprägt ist. Dennoch ist es hier nicht so “überladen”. Wir fanden eine guten Ankerplatz (abends füllte sich das Ankerfeld dann beträchtlich und wir genossen Hafenkino der Extraklasse…) und machten uns am nächsten Tag mit der historischen Straßenbahn aus dem Jahr 1912 auf den Weg ins Ort Sóller. Ursprünglich wurde die Straßenbahn für den Transport von Orangen genutzt und so fuhren wir auch durch unzählige Orangen-Plantagen. Sollér ist ein hübscher Ort in den Bergen mit urbanen Geschäften und perfekt zum Bummeln.

Mallorcas Canyon-Ende und weitere Nordbuchten

Früh morgens motoren wir zur nahen Cala de Sa Calobra, dem Ende der Schlucht/Canyon Torrent de Pareis. Sehr beeindruckend ragen hier die Berge und Felswände in die Höhe und nur eine kleine Öffnung erlaubt den Zugang an Land. Landschaftlich wunderschön. Nachdem es dann zu viele Menschen um uns wurden, zogen wir entspannt weiter und übernachteten spontan in der Cala de Sant Vincenç mit wenigen weiteren Booten. Wieder wunderbare Wasserfarben in allen Blautönen und kristallklar.

Ab zur Ostküste und zur nächsten Traumbucht

Heute konnten wir endlich wieder segeln und bei Sonnenaufgang ging es zur Ostküste zur Cala Mesquida – hier liegen mit uns noch zwei weitere Boote. Die Wasserfarbe auf den Balearen steht der in der Karibik bis jetzt in nichts nach, die Unterwasserwelt dagegen schon. In der Karibik gibt es viele bunte Fischschwärme, Seesterne, Korallen, Schildkröten, Rochen. Hier meist farblose Fische, das tut dem Schnorchelspaß mit den Kindern aber überhaupt keinen Abbruch. 🙂

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