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Hilfe, ich bohre Löcher in mein Boot – Windpilot, Gasalarm und Familiensegeln

Nach unserer Flucht aus der Marina waren wir wieder wieder fleißig. Die erste Langreise-Erfahrung haben wir auch gemacht: Waschsalon suchen und Wäsche waschen. Was ein Spaß. Jedenfalls für die Kinder. Im Moment haben wir noch den Luxus, unser Auto hier zu haben. Das haben wir in Zukunft logischerweise nicht mehr. Einkäufe und Erledigungen werden dann ganz andere Herausforderungen werden.

So spannend kann Wäsche waschen sein.

Am Freitag kamen Kevins Eltern und meine Mutter, um bis zu unserer Abfahrt hier in neun Tagen die Jungs zu bespaßen, damit wir beide produktiv unser Boot für die Langfahrt vorbereiten können, und natürlich um uns zu verabschieden. Manche Sachen gehen einfach nur zu zweit, wie zum Beispiel die Installation unseres Windpiloten. Der Windpilot ist eine sogenannte Windfahnensteuerung. Was der herkömmliche Autopilot elektronisch macht, kann der Windpilot rein mechanisch mit Hilfe des Windes. So spart man Strom, hat ein redundantes automatisches Steuersystem, der Kurs soll sogar angenehmer sein und man steuert rein mit der Kraft der Natur. Wir freuen uns schon sehr, unseren Windpiloten das erste mal zu testen.

Ich brauch Gas, ich brauch Gas!

Ein anderes Thema, das mich wirklich (!!!) aufregt, ist das Thema Gas. Wir kochen nämlich, wie fast alle Segler, mit Gas auf unserem Boot. Wir haben einen kardanischen Herd, das heißt er schwenkt je nach Segelbootneigung immer waagerecht, inklusive Gasbackofen. Und wir kochen fast jeden Tag. In der Gaswanne, die sich Backbord im Heck befindet, passen zwei kleine, um nich zu sagen winzige, 2,75 Kilogramm schwere Gasflaschen von Campingaz. In Europa mag ich damit gut klar kommen, da ich die blauen Dinger teuer in den Marinas oder Baumärkten kaufen kann. Aber wie sieht es in der Karibik oder im Pazifik aus? Und wie lange hält so ein Winzling?

Wir hatten in Deutschland so eine schöne elf Kilogramm schwere hellgraue Gasflasche fürs Camping oder zum Grillen. Die hielt ewig! Die passt in die kleine Wanne natürlich nicht rein. Aber die fünf Kilogramm schwere hellgraue Gasflasche hätte gut reingepasst. Wenn der Durchmesser der Wanne nur zwei Zentimeter größer gewesen wäre! Ahhh!!! Es hätte so einfach sein können… Wir werden uns wahrscheinlich in Portugal eine neue Gaswanne, für größere Gasflaschen, bauen lassen und diese natürlich vom Gasfachmann abnehmen lassen. Falls jemand einen anderen Tipp oder Vorschlag hat, sehr gerne. 🙂

Familiensegeln – Racing und Schnuppern

Mein Schwager und meine Neffen, mein Schwippschwager sowie Freunde von ihm haben ihre Komfortzone Mittelmeer verlassen und ihren jährlichen Segeltörn extra zu uns in das Tidengebiet Bretagne gelegt. Das hat uns sehr gefreu! Da muss man natürlich auch zusammen segeln. 🙂 Ein arbeitsfreier Tag tat uns ohnehin mal wieder gut. Gestern war es soweit, ein traumhafter Tag bei Sonne und perfektem Wind, sodass auch die Omas und der eine Opa ins Segeln schnuppern konnten. Sie hatten tatsächlich Spaß und wir sowieso. Wir sind um die Wette um die Ile de Groix gesegelt, haben anschließend die Omas und den einen Opa im Hafen zur Fähre abgesetzt und zusammen geankert. Heute sind wir dann wieder zurück zur Marina La Base motort, denn der Wind war nahezu weg. Für die andere Crew ging es weiter. Schön, dass ihr da ward! In einem Jahr dann in der Karibik, ja? 😉

By the way: Habt ihr schon den neuen Ticker in unserem Blog entdeckt? Man sieht jetzt, wie lange wir schon auf unserem Boot leben. 🙂

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