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Geliebte Bootsarbeiten, vermisster Ankerspaß und die alte Stadt Cartagena

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Pünktlich vor einem Frühlingssturm sind wir in der bekannten Marina-Stadt Almerimar angekommen. Stadt-Marinen sind typisch im Mittelmeer. Sie schlängeln sich durch die Stadt und es wird mit Mooringsleinen festgemacht. Dank der nächtlichen Ausgangssperre in Spanien ist es abends, für Spanien ungewohnt, ruhig. Das kennen wir aus 2019 noch ganz anders… In Spanien gilt übrigens eine generelle Maskenpflicht ab sechs Jahren ab Verlassen des Hauses, bzw. Bootes. Daran halten sich auch alle ausnahmslos. Restaurants und Geschäfte haben dafür alle offen.

Nach dem Arbeiten: ab in die Ankerbucht

Wir waren insgesamt zwei Wochen in Almerimar und haben wirklich jeden Tag intensiv am Boot gearbeitet. Einiges musste gewartet, repariert, gepflegt oder umgemodelt werden. Heraus kam eine fast völlig andere Serenity, bereit für die Abenteuer im Mittelmeer. Nach den ganzen Arbeiten sehnten wir uns nach Erholung, Natur und Ankern. Also ging es am Dienstag direkt in die nächste schöne Ankerbucht. Da sich aber wieder ein Sturm ankündigte, planten wir ab Freitag in Cartagena abzuwettern. Und hier sind wir gerade. 🙂 Auf dem Weg haben wir Delfine, Vögel und wieder die coolen Sonnenfische gesehen.

Cartagena – Stadt mit Geschichte

Von vielen Seglern haben wir gehört, dass Cartagena sehr sehenswert sei. Wir planten das Abwettern in dieser, uns vorher unbekannten, alten Stadt. Sie ist über 3.000 Jahre alt und Funde in der Cueva de los Aviones zeugen davon, dass bereits Neandertaler hier hausten. Die moderne Marina liegt fußläufig zur Altstadt. Normalerweise liegen hier auch täglich Kreuzfahrtschiffe an, aber diese dürfen aktuell in Spanien nicht festmachen. Cartagena besticht durch viele alte Bauten und archäologischen Funden. Sehr viele Häuserfassaden sind Denkmalgeschützt und stehen leer ohne Haus, nur gestützt von Gerüsten, an den Straßen. Verrückt. Alte Feigenbäume, enge Gassen, schöne Plätze, Marmorboden und die quirligen Spanier zeichnen diese wirklich schöne Stadt aus. Die zahlreichen Spielplätze sind offen, was besonders die Jungs sehr freut.

Ein zufällig gefundenes römischen Amphitheaters und schöne Bauten

Cartagena ist heute eine der bedeutendsten Handelshäfen Spaniens und der größte Marinestützpunkt am Mittelmeer. Viel spannender finde ich allerdings, dass 1988 zufällig beim geplanten Bau eines Einkaufszentrums, das größte römische Amphitheaters in Spanien entdeckt wurde. Es liegt nun quasi mitten in der Stadt, umringt von Häuserblocks.

Morgen geht es wieder in die nächste schöne Ankerbucht, wen wundert es. 🙂

2 Gedanken zu „Geliebte Bootsarbeiten, vermisster Ankerspaß und die alte Stadt Cartagena

  1. Cartagena möchte ich mir auch mal ansehen. Mal sehen, vielleicht wird es was in diesem Jahr. Viel Spaß noch und Grüße an die Jungs.

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