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Ganz viel Kuscheln in der Algarve

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Tatsächlich kam besagter Rigger irgendwann. Nach dem wir wieder schicke Wanten und Blöcke hatten, machten wir uns nach Weihnachten in einem großen Schlag direkt auf dem Weg in die Algarve. Auch diesmal sichteten wir keine Orcas, puh.

Das erste Mal war es nachts so kalt (es waren um die 5 Grad, brrr), dass wir die Bordheizung anmachen mussten. Kuscheln hat da leider nicht ausgereicht. Das Cabo de São Vicente passierten wir dann bei Sonnenaufgang. Mit der Sonne kam auch wieder die Wärme.

Willkommenskomitee in Portimão

Kurz vor Portimão empfingen uns überraschend unsere lieben Freunde von der BigFoot, mit denen wir bereits letztes Jahr zusammen die portugiesische Atlantikküste besegelt hatten. Bei Lissabon trennten sich damals unsere Wege. Wir segelten nach Marokko, sie weiter Richtung Algarve.

Ungeplant, aber nicht unwillkommen, sehen wir uns nun in der Algarve wieder, bevor wir weiter ins Mittelmeer segeln. Wir freuen uns schon auf zahlreiche gemeinsame Strand-BBQs. 🙂

Im Fluss Arade ankerten wir zwischen Ferragudo und Portimão. Dank Bordheizung, Entsalzunganlage, Solarpanele, Windgenerator und Warmwasserboiler können wir autonom auch bei kälteren Temperaturen ankern. Nachts ist die Heizung aus.

Denn nachts hört man bei den aktuellen Temperaturen irgendwann ein “Tap Tap Tap” und die Jungs machen sich auf den kurzen Weg zu uns in die 1,40 Meter breite (oder nun kurze) Koje… auf der Suche nach elterlichen Körperwärme und Kuscheleinheiten. Kälte kommt so zusammen gekuschelt nicht mehr auf, dafür fühlt man sich wahrlich wie die portugisieschen Sardinen in der Büchse. Wir genießen das Familienkuscheln, Kinder sind sooo schön warm, quasi lebendige Wärmflaschen. Morgens quält sich dann ein Erwachsener in die beißende Kälte, um die Diesel-Heizung per Knopfdruck zu starten. Sobald die Sonne da ist, kommt wieder die Wärme.

Meine aktuellen Lieblings-Accessoires – die ich gleich anziehe, sobald ich das Boot betrete – sind übrigens meine Bootspantoffeln und meine kuschelige Bootshose, hach.

Algarve mal anders

Die Algarve ist in jedem Fall deutlich touristischer, als die portugiesische Atlantikküste. Selbst jetzt sind einige Engländer, Franzosen und Deutsche hier. Es gibt Angebote für Bootstouren, mehrsprachige Speisekarten und zahlreiche Souvenirshops. Kein Wunder. Die Algarve ist landschaftlich wunderschön und besticht durch die Steilküsten, die zwischen den Puderzuckersandstränden liegen. Ohne Corona und in der Hauptsaison muss hier die Hölle los sein, auch in den Ankerbuchten. Um so mehr genießen wir die Ruhe und die Entschleunigung.

Auf nach Alvor

Am Mittwoch ging es dann mit der BigFoot und der Walross, die wie unsere Freunde wegen fehlender Bordheizung in Portimão im Hafen liegen, für ein Glühwein-Picknick in die Lagune von Alvor. Wir waren froh, dass wir den Algarve-Experten bei der Einfahrt einfach folgen konnten, denn hier liegen große wandernde Sandbänke, weswegen man Seekarten nicht trauen kann.

In der Lagune selbst liegt man gut geschützt. Viele Langzeitsegler sind hier augenscheinlich hängen geblieben, aber auch verlassene Boote sind zu finden. Etwa Dreiviertel der Boote tragen deutsche Flagge, was wir irgendwie irritierend finden. Anyway, hier blieben wir für ein gemütliches unspektakuläres Silvester und für ein paar weitere Tage.

Endlich wieder Drohnen-Fliegen

Kevin packte mit den Jungs auch mal wieder Herby, unsere Drohne, aus. Das ist eindeutig ein Zeichen, dass bei uns Entspannung einkehrt.

Wir freuen uns die Algarve zu erkunden

Da ein Wetterfenster nach Madeira weiterhin nicht in Sicht ist, werden wir in den nächsten Wochen ausgiebig und mit viel Zeit und Freude die Algarve erkunden. Morgen geht es zur nächsten Ankerbucht, wir sind gespannt.

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