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Flitzen auf dem Land als Langfahrtensegler – wir lieben unsere eScooter

Heute gibt es einen kurzen Erfahrungsbericht von uns bezüglich “Unterwegs sein an Land, wenn man auf einem Segelboot mit Kleinkindern lebt”. Unsere Jungs sind jetzt vier und ihr Enthusiasmus an langen Wanderungen hält sich, freundlich gesagt, in Grenzen. Was also machen, wenn man auch die Umgebung um das Segelboot ein wenig erkunden möchte?

Klappräder – hätten wir gerne

Am weitesten verbreitet als mobiles Reisemittel bei Seglern sind die Klappräder. Sie wären auch unsere Favoriten, wir lieben Fahrrad fahren und man macht beim Fortbewegen auch Sport. Aber wir haben schlicht keinen Platz für zwei Klappräder plus zwei Kindersitzen auf unserer Serenity. Und ein Fahrradanhänger hat erst recht keinen Platz. Zumal die Jungs so langsam auch keine Lust mehr darauf hätten, rumkutschiert zu werden… sie wollen lieber selbst flitzen.

Skateboards/Longboards – no way

Klein und handlich sind Skate- oder Longboards… und sicher sind sie auch sehr spaßig. Aber mit Kleinkindern? Und mit völlig unerfahrenen Erwachsenen? Wie bremst man mit denen überhaupt? Äh, nein.

Bollerwagen – einmal Zuggaul spielen

Am Anfang unserer Reise hatten wir einen klappbaren Bollerwagen. Der war sehr praktisch für Einkäufe und anfangs auch, um die Jungs rumzufahren. In Oeiras ist er uns dann allerdings nach dem exzessiven Gebrauch auseinander gefallen und wir haben ihn auch nicht ersetzt. Zum einen ist der Bewegungsradius damit auch sehr eingeschränkt, die Jungs werden nicht leichter und zum anderen hatten sie schon damals keine Lust mehr, rumgefahren zu werden.

eScooter – wir lieben sie

Da kommen wir zu unserer jetzigen Variante: den eScooter! Wir hatten sie 2019 das erste Mal in Figueira da Foz als Leih-eScooter gefahren und waren direkt von Packmaß, Leistung und Fahrvergnügen begeistert. In Oeiras haben wir uns dann zwei eScooter gekauft, nachdem unser Bollerwagen dahinschied (siehe oben).

Zu der Zeit begann auch der Hype der eScooter und in Deutschland die ganze Verregulierung. Im Süden Europas fahren Kinder ganz entspannt mit einem Erwachsenen mit, stehen vorne und halten sich an der Stange fest. Und so machen wir es auch. Die Jungs haben dabei ihre Helme an und wir rollern gediegen mit ihnen an den gut ausgebauten Fahrradwegen entlang. Wir alle haben dabei super Spaß und wir können mit einer Akkuladung auf ebener Fläche etwa 20 Kilometer zurücklegen. An der Gelassenheit (Stichwort: Serenity 😉 ) und an dem Fahrradnetz könnte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

In Deutschland dürfen wir unsere eRoller übrigens gar nicht fahren, denn sie überschreiten die werksseitige Höchstgeschwindigkeit von 20 kmh, die vorgeschrieben ist… somit können wir sie nicht wie vorgeschrieben Haftpflichtversichern und mit einer Versicherungsplakette ausstatten. Und natürlich darf auch nur eine Person mit dem eScotter fahren. All diese Regeln wurden erst nach unserem Kauf erlassen. Ob das unsere Kaufentscheidung beeinflusst hätte? Wahrscheinlich nicht. Wir gehen nicht davon aus, dass die Roller unsere Langfahrt überleben werden. 😉

Noch erwähnenswert: In der Karibik oder Marokko konnten wir unsere eScooter quasi nicht nutzen. Die Straßen- und Fahrverhältnisse der Einheimischen ließen ein sicheres rollern nicht zu. In Europa und auf den europäischen Inseln sind sie als Fortbewegungsmittel fantastisch.

Gib den Kindern Flitzer!

Ein “game changer” sind allerdings Kinderroller, bzw. Laufräder (für Kinderfahrräder haben wir auch keinen Platz… 🙁 ). Damit haben die Jungs einen riesigen Spaß, längere Strecken zurückzulegen. Kinder lieben einfach Bewegung verbunden mit Action.

Mietautos – eine schöne Abwechslung

Für richtig große Strecken und auch Großeinkäufe bieten sich Mietautos an. Wir alle genießen die Abwechslung, auch mal Auto zu fahren. Diese können entspannt und flexibel überall gebucht werden. Wir suchen dabei immer ganz pragmatisch den günstigsten Anbieter. Nach einigen schlechten Erfahrungen mit Miet-Kindersitzen haben wir eigene gekauft, sodass wir uns darum keine Gedanken mehr machen müssen.

Es ist immer seltsam wieder Auto zu fahren (wow, wie schnell ist das bitte?!), wenn man davor wochenlang nur mit den Elementen (Wind, Welle, Wetter) und in einer Maximalgeschwindigkeit von acht Knoten (das sind umgerechnet etwa 15 km/h), Durchschnittsgeschwindigkeit sechs Knoten (11 km/h) unterwegs war.

Ach übrigens…

P.S.: Wir sind seit Mittwoch auf Porto Santo, doch dazu bald mehr. 😉

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