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Entlang der Costas bis nach Valencia – und jetzt ist Pause

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Wir sind in Valencia, der drittgrößten Stadt Spaniens. Und dennoch sind hier die niedrigsten Corona-Fallzahlen des Landes zu verzeichnen… ist das etwa der Grund, warum wir gerade hier sind? Doch zunächst über den Weg bis hier hin.

Costa Calida und ein Angelunfall

Am späten Nachmittag machten wir uns am letzten Montag von Cartagena auf den Weg in die nächste schöne Ankerbucht. Pünktlich zum Aufgang des Super Pink Moon neben dem Faro Cabo de Falos warfen wir den Anker. Der nächste Tag versprach angenehmen Rückenwind, also ging es weiter zur Punta del Mascarat. Hier waren wieder Bojen ausgelegt, diesmal “Hochzieh”-Bojen, an denen die maximale Meteranzahl des Bootes dran stand. Sehr komfortabel diese Bojen, man zieht die ausgelegte Leine, die durch die Boje gefädelt ist, direkt hoch. Für einen Tagesaufenthalt kann man diese an eine Klampe befestigen oder bei längerem Liegen wie gehabt die eigenen Festmacher durch die Schlaufen fädeln.

Unzählige Fische schwammen um uns herum. Die Jungs verlangten nach “Fischbraten”, zusammen mit Papa wurde geangelt. Es waren eindeutig spanische Fische, denn am Liebsten knabberten sie an Tortilla (die Reste unseres Mittagessens), die wir als Köder benutzten. Nicht lange und eine Brandbrasse hat angebissen. Ein geübter Schlag mit der Winch und dem Abendessen stand nichts mehr im Wege… bis der ausgenommene Fisch Kevin aus der Hand flutschte. Voller Einsatz hechtete er hinterher – noch mit dem Fischmesser in der Hand –, rutschte aus und landete in voller Montur im Wasser. Der Fisch ist derweil auf der Badeplattform liegen geblieben. Zum Glück hat sich Kevin nicht verletzt – außer vielleicht ein bisschen verletztes Ego – und nach einer Dusche zauberte er uns ein leckeres Abendessen. Bei einem Dinghy-Ausflug haben wir übrigens mega tolle Kletterfelsen entdeckt und unser Herz lachte.

Costa Blanca – schöne Tage in Jávea

Mittwoch Abend ging es dann um das Cap Negre nach Jávea (oder Xàbia). Hier waren unterhalb des schönen Cap de Sant Antoni wieder viele “Hochzieh”-Bojen ausgelegt. Im Sommer ist sicher viel los. Jetzt waren wir alleine. Um das Cap befanden sich wieder wunderschöne Klippen, die wir mit dem Dinghy erkundeten. Es schwammen viele weiße, rote und lilane Quallen und wieder Unmengen an Brandbrassen um uns herum.

Costa de Valencia – nochmal genießen vor der Pause

In Jávea hat es uns wirklich extrem gut gefallen. Wir bummelten durch die Stadt, planschten am Strand und wanderten am Cap de Sant Antoni. Fast wie Urlaub. 😉 Wir genossen das Bootsleben mal ohne Bootsarbeiten. Denn es steht eine Bootspause an.

Heimflug nach Deutschland

Wir fliegen am Samstag nämlich für etwa zwei Monate nach Deutschland. Da wir wenig Lust auf Quarantäne in Deutschland haben, suchten wir nach einem “Nicht-Risikogebiet” in der Nähe und da kam Valencia gerade wie gerufen! Anfang Juli kommen wir dann hoffentlich geimpft wieder zurück – was das Reisen extrem erleichtern wird und bei uns für massiv Entspannung sorgt –, um dann die Stadt und das Umland zu erkunden. Danach geht es dann auf die Balearen, so der Plan. Hier wird es die nächsten Wochen also ruhig werden.

Eine kleine Anekdote zum Schluss: Beim “Einchecken” in der Marina in Valencia wurde ich, wir üblich, nach unserem letzten Hafen gefragt. “Cartagena”, war meine Antwort. “Cartagena? In welchem Land liegt das?”, fragte die Marina-Angestellte. “Spanien? Cartagena!”, sagte ich ungläubig und gestikulierte, dass die Stadt ums Cap liegt. Dieses Spiel ging noch ein paar mal hin und her, Irgendwann fragte ein anderer Angestellter “CartaCHena?”. Und ich nur “Si!” und alle riefen lachend “CARTACHENA!” und meinten, dass spanisch halt eine andere Sprache sei.

Und noch ein Naturspektakel: Hier in der Marina haben wir eine Riesen-Qualle gesichtet… sie war fast so groß wie der Fender des Bootes…

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