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Die ersten Tage in Lorient La Base

Seit vier Tagen leben wir nun schon auf unserer Serenity, noch immer fühlt es sich nach Urlaub an. Ich habe schon immer gesagt, dass ich das Ganze erst realisieren werde, wenn wir hier ablegen… Naja, Lorient hat uns jedenfalls nicht mit dem besten Wetter begrüßt. Hagel, Sonne, Regen, Sturm, Wind und Wolken wechseln sich gefühlt minütlich ab. Richtig eklig. Eben typisches Aprilwetter. So kamen wir wenigstens zum Räumen, haha.

April, April, der macht, was er will…

Heute hatten wir nach drei Tagen aus- und einräumen, verräumen und ausmisten (ja, das ging wirklich noch) keine Lust mehr. Seit Mai 2018 ist unsere “home base” die Marina in Lorient La Base. Hier liegt die Elite der Elite der internationalen Segelszene, unter anderem das Gitana-Team, Initiatives-Coer, auch die imoca 60 charal wurde hier getauft. Auch die Imoca “Malicia” von Boris Herrmann war hier in der Werft zum Refit.

“La Base in Lorient has been designed and equipped to accommodate professionals in the nautical field, nautical events and large vessels such as offshore racing monohulls and multihulls.”

Und wir mittendrin. Dementsprechend spannend ist hier das Hafenkino.

In La Base ist aber auch der größte der fünf U-Boot-Bunker der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg stationiert. Endlich konnten wir die Gelegenheit nutzen und uns das eindrucksvolle U-Boot Flore von innen ansehen, an dem wir immer vom Parkplatz zum Liegeplatz vorbeilaufen.

30 U-Boote haben in drei großen Betonblöcken auf über 26 Hektar Platz

Hier ein bisschen Hintergrundwissen

Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges galt Lorient als wichtiger Fischerei-, Militär und Handelshafen. Im Jahre 1940 besetzte das deutsche Heer den gesamten Norden Frankreichs und am 21. Juni 1940 auch Lorient. Wie bereits erwähnt, wurde dann Ende 1940 der U-Boot-Bunker gebaut, der von der französischen Marine sofort nach Ende des Zweiten Weltkrieges übernommen wurde. Die Basis wird nach Jaques Stosskopf benannt, der in der “Résistance” gegen die deutschen Besatzer aktiv war und deshalb von diesen am 1. September 1944 im KZ Natzweiler-Struthof erschossen wurde.

Die Jungs wollten schon imm in das U-Boot

Wie geht es weiter?

Morgen ziehen wir für fünf Nächte in eine Ferienwohnung. Unsere Serenity wird am Montag für Arbeiten am Unterwasserschiff (also dem Teil, der normalerweise unter Wasser liegt 😉 ) aus dem Wasser gekrant. Sehr spannend! Drückt uns die Daumen, dass es keine bösen Überraschungen geben wird. Wenn alles nach Plan verläuft, kommt sie am Freitag wieder ins Wasser und wir wieder an Bord. Wir sind jetzt schon ein bisschen traurig unser Boot verlassen zu müssen und fürchten die Landkrankheit, die in jedem Fall kommen wird…

2 Gedanken zu „Die ersten Tage in Lorient La Base

    1. Hallo Gabi,
      „untenrum“ war alles prima und Kevin war richtig fleißig. 🙂 Morgen kommt sie wieder ins Wasser und wir drauf.
      Uns geht es soweit gut. Wir sind gespalten zwischen: „wir wollen endlich los“ und „es ist noch so viel zu tun“ und „das ist jetzt wirklich kein Urlaub mehr“.
      Liebe Grüße
      Christina und ihre Männer

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